| Unsere
Handlungsprinzipien sind
- Partizipation
von Kindern und Jugendlichen fördern,
d.h. mit ihnen Entscheidungen, die ihr eigenes Leben und
das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam
mit ihnen Lösungen für Probleme zu finden oder
gemeinsam mit ihnen Projekte und Angebote zu gestalten.
Entscheidend ist, das Partizipation von Kindern und Jugendlichen
an Orten stattfindet, an den sie sich regelmäßig
aufhalten, dass diese Orte von hoher Partizipationsqualität
sind und dass dort politisch soziale und kulturelle Grunderfahrungen
gemacht werden können, die Kinder und Jugendliche dazu
befähigt, ihre Zukunft bewusst zu gestalten.
- Gesundheitsförderung und -prävention
In der Kindheit und Jugend entwickelt sich das Gefühl
der Kohärenz (nach Antonowkys Modell der Salutgenese),
d.h. das Gefühl der Verstehbarkeit, das Gefühl
der Handhabbarkeit und das Gefühl der Sinnhaftigkeit
des eigenen Lebens.
Die Voraussetzungen hierfür liegen in der Verfügbarkeit
von vielen verschiedenen inneren Fähigkeiten und äußeren
Bedingungen. Die individuellen Faktoren liegen in der körperlichen
und geistigen Ressource eines jeden Menschen. Die sozialen
und kulturellen Faktoren liegen aber in der sozialen Unterstützung,
den finanziellen Möglichkeiten und der kulturellen
Stabilität.
Kindern und Jugendlichen eine Umwelt zu schaffen, die ihnen
ermöglicht ihre Ressourcen zu nutzen und ihnen Ressourcen
zur Verfügung stellt ist für uns die Basis der
Gesundheitsförderung und -prävention.
- Lebensweltorientierung
Offene Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit müssen
niederschwellig angesiedelt sein, sich an der Lebenswelt
von Kindern und Jugendlichen orientieren und in Bezug zu
ihren Alltagserfahrungen stehen.
- Selbstbestimmung und Lebensautonomie
Kinder und Jugendliche haben eigene Stärken und Fähigkeiten,
Fantasien und Ideen. Das möchten wir gemeinsam mit
Ihnen erforschen, stärken und fördern.
- Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
ist nie einseitig, sondern kann ein sowohl für die
aufnehmende Gesellschaft ein Gewinn sein, wie auch für
die Zugewanderten. Das heißt auch Platz zu lassen,
für eigensinnige oder auch widersprüchliche Lebensentwürfe und immer wieder die Herstellung einer offenen, interkulturellen Verständigung. Dies möchten wir gemeinsam herausarbeiten, weiterentwickeln konzeptionell verankern. - Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung
bedeutet für diese, gemeinsam mit anderen Kindern in
ihrer Umwelt und an ihrer Umwelt teilzuhaben, da zu sein,
wo alle sind. Dies bedeutet für uns in der Umsetzung,
gleich bei der Planung des Lebensraums Stadthagen barrierefrei
zu denken.
- Einmischung und Mitmischen
in der Kinder- und Jugendarbeit bleibt nicht auf die Jugendhilfe
beschränkt, sondern reicht immer auch in andere Politikfelder
hinein. Projekte, die politische, gesellschaftliche, ökonomische
und ökologische Ursachen sichtbar machen, sind die
Konsequenz und tragen dazu bei, weitere Bündnispartner
und Unterstützer zu finden.
- Geschlechtsspezifisches Vorgehen
in der Kinder- und Jugendarbeit trägt der Tatsache
Rechnung, dass Erziehung und Sozialisation, Entwicklung
einer Identität, die Einstellung zum Körper, Rollenerwartungen
und Rollenverhalten, in familiärer als auch beruflicher
Hinsicht, geschlechterspezifisch geprägt werden. Zudem
ist dies ein wichtiger Bestandteil zur Förderung der
Geschlechterdemokratie und Gleichberechtigung. Insbesondere
in den Bereichen der Gewalt- und Suchtprävention und
Berufs-und Lebensplanung ist geschlechtsspezifisches Vorgehen
bedeutsam.
- Freiwilligkeit
Die Teilnahme und das Mitwirken an Angeboten basieren ausschließlich
auf Freiwilligkeit . Dies ist die Grundlage für den
Aufbau einer vertrauenschaffenden Atmosphäre.
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