Präventionsrat Stadthagen   

 
 
 
Aktuell   

 

Aktionstage 2016 - Bückeburg

>> Hier gehts zum Film über die Aktionstage des Workshops “Reporter unterwegs”

 

 


Verleihung Deutscher Bürgerpreis,

Arbeitsgruppe Zusammenarbeit Schule - Jugendhilfe gewinnt den 3. Platz in der Kategorie Alltagshelden. Der Preis ist mit 250 € dotiert.


Aktionstage 2011 - Es geht auch ohne Gewalt
vom 10. - 12. Oktober, jbf-centrum Bückeberg

Hier gibts Berichte-Filme über die Aktionstage:

http://medienbus.mpz-hannover.de/Archiv/Berichte2011/v111010/content.html


 

Aktuelle Ausstellung
„Kinder-Rechte“
Im Rathaus / Stadthagen / Empore
02.11.11 – 31.12.2011

Stadthäger Kinder gestalteten Stelen zu den Kinderrechten anlässlich des Weltkindertages 2011

Ab sofort können sich Besucher und Besucherinnen im Rathaus auf der Empore eine interessante Ausstellung zum Thema Kinderrechte ansehen. Die Präsentation besteht aus acht kleinen Säulen, die zu jeweils einem der Kinder-Rechte von Kindern selbst gestaltet worden.

Die Idee zur Ausstellung entstand in der Arbeits-Gruppe Weltkindertag vom Präventionsrat Wir+ anläßlich der Vorplanung der Aktivitäten zum diesjährigen Weltkindertag in Stadthagen. Die AG, die am Fr 23.09. von 15.00-18.00 Uhr zu einem Fest auf den Kirchplatz St. Martini eingeladen hatte, stellte natürlich auch wieder die Rechte der Kinder in den Mittelpunkt!

In 8 Stadthäger Kindertageseinrichtungen haben sich Kindergartengruppen mit der Gestaltung von Themen-Säulen zu einzelnen Kinder-Rechten inhaltlich auf den Tag vorbereitet. Zu acht Kinderrechten gestalteten sie sehr fantasievoll 1.50m hohe Säulen, die sich zu einer kleinen gemeinsamen Ausstellung zusammenfügt.
Diese Ausstellung wird im Laufe des Jahres noch um zwei Säulen ergänzt und kann dann auch über die >alte polizei< als Wanderausstellung ausgeliehen werden.

Seit 1992 gilt in Deutschland die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Sie formuliert eigenständige Grundrechte der Kinder und signalisiert so, dass nicht nur Erwachsenen sondern auch Kindern mit Respekt und Achtung zu begegnen ist! Kinder haben weltweit ein Recht auf ein Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden.

Mehr Infos:
Heike Klenke, >alte polizei< 05721 / 893770
heike.klenke@altepolizei.de

  • Die AG Weltkindertag arbeitet seit 1995 kontinuierlich
  • Koordination: Heike Klenke / >alte polizei<
  • Vertretung in Wir+ seit September 2011: Sarah Knoch / Städtischer Kindergarten Herminenstift

 


Präventionsrat veranstaltet Plenum
Mehr Kinder und Jugendliche an Entwicklung beteiligen / Nächstes Treffen im Mai

STADTHAGEN (em). Alle aktuellen Mitglieder des Stadthäger Präventionsrates "Wir+" und Bürgermeister Bernd Hellmann haben den Weg in die Alte Polizei gefunden, um im ersten Plenum des Jahres Rückschau zu halten und Perspektiven sowie Veränderungen für 2011 zu diskutieren.

Die derzeitige Koordinierungsgruppe bestehend aus Marcus Köster von der Gruppe Jugendhilfe e.V., Dominika Lachowicz von Fachstelle Suchtprävention des Diakonischen Werkes, Ingetraudt Wehking, Basta-Frauen- und Mädchenberatung, Renate Junklewitz von der Alten Polizei, Jörg Beckmann vom Proaktivcenter der AWO, Axel Bergmann von der Polizei und Thomas Pawlik, Schulsozialarbeiter der Integrierten Gesamtschule Schaumburg legten in der Organisation des Nachmittages Wert darauf, dass die Mitglieder viele konstruktive Gespräche über die Fragestellung: Ist die zur Zeit bestehende Struktur des Präventionsrates noch Konsens aller Mitglieder oder besteht der Wunsch nach Veränderung? Außerdem: Sind die Aufgaben noch relevant und wie will und kann sich das einzelne Mitglied in der Aufgabenerfüllung einbringen? Nach einer ausführlichen Diskussion ergab die anschließende Plenumsrunde große Zufriedenheit über die derzeitige Arbeit des Präventionsrates wie die Durchführung der Aktionstage "Es geht – auch ohne Gewalt", den Aktionen zum Weltkindertag, intensive Unterstützung der Arbeit des Stadtjugendpfleger, zum Bespiel im Gewaltpräventionsprojekt sowie den bislang moderierten Beteiligungsprojekt der Spielplätze An der Sandkuhle und Im Holzwinkel. Entwicklungsmöglichkeiten sehen die Mitglieder in den Bereichen Netzwerkarbeit, Verzahnung zwischen Präventionsrat und Stadt sowie der weiteren Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Entwicklung und Veränderung ihrer Lebensräume. Die gewachsene Struktur des Präventionsrates mit Koordinierungsgruppe, Plenum und Arbeitsgruppen wurde grundsätzlich weiter für richtig befunden. Die Mitglieder sehen allerdings an einigen Stellen Diskussions- und Entwicklungsbedarf. Mit der Einladung in das Ratsgymnasium als nächster Plenumsort im Mai durch Rainer Neumann-Buchmeier endete die Veranstaltung.

Wochenbaltt vom 05.02.2011 | Foto: privat



Aktionstage 2010 - mehr Infos >> hier


Kinder träumen von Pool und Eisenbahn auf Spielplatz
Zukunftswerkstatt für geplanten Spielplatz "Im Holzwinkel"
STADTHAGEN (jl). Eine lange Gruselrutsche, eine solarbetriebene Eisenbahn und ein Bord-Restaurant. Das alles und noch viel mehr soll auf dem neuen Kinderspielplatz "Im Holzwinkel" stehen, zumindest wenn fünf- bis elfjährige Planer am Werk sind. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt in der Alten Polizei haben neun Kinder in dem Planungsprozess zur Errichtung des Kinderspielplatzes mitgewirkt. Organisiert hatten das Ganze Thomas Pawlik, Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung im Präventionsrat "Wir plus" und Jill Kramer, Praktikantin in der IGS-Schulsozialarbeit in Kooperation mit dem städtischen Jugendbeauftragten Ralf Cordes.
Nach fast sieben Stunden Arbeit präsentierten die kleinen Architekten ihre Ergebnisse und Entwürfe. Was die Kinder nicht in der Nähe ihres Spielplatzes haben wollen, fassten sie an der "Motzmauer" zusammen. Merle übernahm stellvertretend für alle die Rolle der Kritikerin. Die Spielplätze seien nicht so farbenfroh und oft dort, wo es dunkel ist. Zudem habe Beton nichts auf einem Spielplatz zu suchen. "Da sind dann oft spitze Kanten, daran kann man sich wehtun."
Nach dem die Kinder ihrem Ärger Luft gemacht hatten, sollten sie ihren Fantasien freien Lauf lassen. In zwei Gruppen bauten sie je ein Modell ihres ganz persönlichen Traumspielplatzes. Barbara, Josephine, Michaela, Max und Maya wünschen sich zwar eine lange Gruselrutsche, bei der "man glaubt, ins Nichts zu fahren", ein Fußballfeld, einen Klettergarten und ein "großes Irgendwas". Aber auch umwelttechnische Aspekte kamen nicht zu kurz. So soll in ihrem neuen Spielparadies ein Naturcenter stehen, eine solarbetriebene Eisenbahn fahren und natürlich darf auch ein Bord-Restaurant nicht fehlen. Das Team mit Julia, Laura, Lana und Merle fertigte ein Modell mit Mini- und Riesenpool, Balancierbalken, Spinnenhöhle und Trampolin an.
Nach der Präsentation lag der achtjährigen Barbara eine Frage ganz besonders am Herzen: "Ich würde doch gerne wissen, ob das mit dem Bord-Restaurant machbar ist."
Die Idee hatte sie zuvor stolz mit ihrer Gruppe präsentiert. Diese Frage könne sie gleich als erstes am nächsten Freitag stellen, entgegnete Pawlik mit einem Augenzwinkern. Dann gehe es darum die Wünsche "in das wirkliche Leben zurückzuführen".
Am 19. November ab 14 Uhr treffen sich die Nachwuchsplaner mit einem Mitarbeiter des städtischen Bauamtes in den Räumlichkeiten der Stadtverwaltung und klären die Fragen nach den Platzmöglichkeiten, der Sicherheit und der Finanzierung. Laut Pawlik sollen die Ideen der Kinder runter gebrochen werden, auf das, was wirklich auf dem Spielplatz entstehen kann. Das Modell soll bis zum Frühjahr konkret entworfen sein, so dass der Bauhof "loslegen kann", ergänzte Cordes. Foto: jl

Schaumburger Wochenblatt vom 17.11.2010

 

Barbara präsentiert eines der beiden Spielplatzmodelle. Präventionsrat und Stadt führen weiteres Beteiligungsverfahren durch: Spielplatz Im Holzwinkel

Neun Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren haben am Wochenende in der „Alten Polizei“ während einer „Zukunftswerkstatt“ konkrete Ideen für die Ausstattung ihres künftigen Kinderspielplatzes „Holzwinkel“ entwickelt.

Stadthagen (jpw). Der städtische Jugendpfleger Ralf Cordes und auch Thomas Pawlik, im Präventionsrat Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung, zeigten sich beeindruckt von den Ergebnissen, die die Kinder im Beteiligungsverfahren innerhalb von sechseinhalb Stunden erarbeitet hatten.

Der Spiel- und Kennlernphase folgte die „Motzphase“, in der freiweg geäußert werden konnte, was an den bisher bestehenden Kinderspielplätzen nicht gefiel: „Zu viele Sachen für Babies, zu viele Dornen, Sand ist doof“, hieß es unter anderem. Anschließend sollten die Kinder aus freier Phantasie Maschinen entwickeln.

Diesen Phantasieschub nutzte Pawlik, um Vorschläge für einen „idealen“ Spielplatz aus Sicht der Kinder zu sammeln. Eine lange „Gruselrutsche“, unterirdische Tunnel und möglichst ein Labyrinth wurden genannt, aber auch Seilbahn, Abenteuerpfade, und eine Drehscheibe fanden Anhänger.

Die Gruppe mit Barbara, Jon, Michaela, Max und Maya machten sich daran, ein Modell zu fertigen, auf dem unter anderem ein Kletterbogen, „Das große Irgendwas“, eine Wackelsonne, ein Aussichtsturm und sogar ein „Bord-Restaurant“ zu sehen war. Julia, Laura, Lana und Merle bastelten unter anderem eine Vogelnestschaukel.

Die Modelle präsentierten die Kinder zum Abschluss ihren Elten, die gekommen waren, um sie abzuholen. „Ich würde doch zu gerne wissen, ob das mit dem Bord-Restaurant machbar ist.“ Die achtjährige Barbara hatte zuvor das Modell ihres Kinderspielplatzes souverän präsentiert, nun lag ihr diese eine Frage auf der Seele.

„Das kannst Du am Freitag als erste Frage stellen“, vertröstete sie Pawlik auf den nächsten Termin der Kinder mit einem Mitarbeiter des städtischen Bauamtes am Freitag, 19. November. Zwischen 14 und 16.30 Uhr wollen dann die Kinder klären, was „machbar“ sein wird.

sn-online vom 14.11.2010 | Foto: jpw



 

Justizminister lobt Präventionsratals „ordentlich aufgestellt“
Gedankenaustausch mit Busemann über Ziele kriminalitätsvorbeugender Arbeit

Stadthagen (jpw). Über Ziele und Visionen von Präventionsarbeit in Stadthagen haben gestern Mitglieder des „Präventionsrates Stadthagen Wir Plus“ mit dem niedersächsischen Justizminister Bernd Busemann diskutiert. Das Gespräch im Rathaus unter der Beteiligung des Stadthäger Bürgermeisters Bernd Hellmann hatte der CDU-Landratskandidat Klaus-Dieter Drewes vermittelt.

Thomas Pawlick stellte gemeinsam mit Ingetraud Wehking die Arbeit des Präventionsrates vor, der Minister hakte gleich bei zwei konkreten Projekten nach. Insbesondere das von der Stadt Stadthagen beantragte Projekt „Kriminalprävention durch Stärkung von Zivilcourage“ interessierte ihn. Er sicherte zu, das Projekt positiv zu begleiten.

Hellmann und auch Pawlick formulierten im Laufe der angeregten Diskussion den Wunsch, dass in den Schulen mehr Zeit für Präventionsprojekte bleiben solle. Der frühere Kultusminister Busemann sprach daraufhin die Hoffnung aus, dass nach der geplanten Schulreform angesichts rückgehender Kinderzahlen künftig „vielleicht mehr Luft für die Lehrer bleiben kann“.

Drewes Frage nach bisherigen Erfolgen in der Präventionsarbeit drehte Wehking aus Sicht des Vereins „Basta“ in einen konkreten Wunsch an den Justizminister nach besseren Fortbildungsmöglichkeiten für Familienrichter im Sinne der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Pawlick bezeichnete als großen Erfolg, dass die Stadt Stadthagen einen Jugendpfleger eingestellt habe. Ein Erfolg bedeute es aber auch, wenn ein Kind seiner Mutter nach den Präventions-Workshops für Jugendliche im jbf-Centrum sage: „Da will ich sofort wieder hin.“

Gunter Feuerbach schilderte anhand eines konkreten Projektes, wie Jugendlichen unbedingt „Erfolgserlebnisse“ vermittelt werden müssten, um sie einbinden zu können.

Axel Bergmann, Präventionsexperte der Polizei in Schaumburg, fühlte sich von den Ausführungen des Ministers bestätigt, dass Schaumburg im Hinblick auf das Kriminalitätsgeschehen ein „normaler Landkreis ohne dramatische Ausreißer“ sei. „Mit der Häufigkeitszahl stehen wir im Vergleich sogar sehr gut da“, sagte Bergmann.

Busemann lobte rückblickend, dass die Stadt Stadthagen das „Problem der Geburtstagsprügel vorbildhaft“ in den Griff bekommen habe. Er schilderte die allgemein verbesserte Zusammenarbeit verschiedener Institutionen von Schulen und Polizei, räumte aber auf Nachfrage ein, dass der Informationsfluss zur Jugendhilfe noch verbessert werden könnte.

Nach dem anderthalbstündigen Gespräch, in dem die Teilnehmer Anregungen für das bereits bestehende Netzwerk gaben, bescheinigte Busemann dem Präventionsrat und der Stadt, „ordentlich aufgestellt“ zu sein.

Schaumburger Nachrichten vom 26.10.2010 | Foto: jpw


Drei Tage lang ist Teamarbeit gefragt
Präventionsrat organisiert Workshops für Jugendliche / Abschlusspräsentation ein Erfolg

Stadthagen (kil). 74 Kinder und Jugendliche aus acht Schulen der Kreisstadt haben gestern ihre Ergebnisse aus drei Aktionstagen im JBF-Zentrum präsentiert. Organisiert wurde das Projekt bereits zum achten Mal vom „Präventionsrat Stadthagen Wir Plus“.

Die acht Schulen der Kreisstadt haben zu diesem Anlass einige Jugendliche aus den Klassen 4 bis 6 ausgewählt, die drei Tage lang im JBF-Zentrum in Obernkirchen miteinander verbracht und dabei an einem der acht Workshops teilgenommen haben. Die Aktion fand wie in jedem Jahr unter dem Motto „Es geht auch ohne Gewalt“ statt, erzählte Thomas Pawlik, Sprecher des Präventionsrates, der gemeinsam mit Liesel Sachteleben für die Organisation verantwortlich ist. „Das Miteinander steht im Mittelpunkt der drei Tage“, sagte Pawlik. Die Kinder haben im JBF-Zentrum viel Zeit in einem der Workshops verbracht und darüber hinaus zahlreiche Freizeitaktivitäten von Spielen bis Lagerfeuer zusammen erlebt.

Es sei spannend, wie die Kinder aus ganz unterschiedlichen Schulen in der Kürze der Zeit zusammenwachsen. „Die Grenzen verfließen einfach nach einer Weile“, sagte er.

Das Miteinander wurde auch während der Abschlusspräsentation sichtbar. In lockerer Atmosphäre hatten sich Lehrer, Eltern und jede Menge Kinder versammelt, um sich anzuschauen, was die einzelnen Workshops erarbeitet hatten. Dabei ging es ganz schön lebhaft und bunt zu. Nacheinander kamen die Gruppen nach vorne und zeigten kleine Rollenspiele, Übungen und berichteten von ihren Erfahrungen aus dem Workshop. Unter anderem zeigte die „Mobbing“-Gruppe eine typische Streitszene aus der Schule, der Clown-Workshop präsentierte „Die Geschichte des Popelkrieges“ und die Reportergruppe zeigte Szenen ihrer Dreharbeiten.

In allen Gruppen zeigte sich, wie wichtig es ist, zusammenzuarbeiten. Besonders deutlich wurde dies aber in der Gruppe „Wir sind ein Team“. Die Jungengruppe führte Übungen vor, die sie nur gemeinsam schaffen konnten. Auf einem runden Tuch ließen sie sich gegenseitig in die Luft fliegen und bauten auf experimentelle Weise einen „Power Tower“, bei dem es vor allem auf Koordination und Absprache ankam.

Schaumburger Nachrichten 30.09.201 | Foto: kil


Projekt erhält eine besondere Würdigung
Präventionsrat macht zweiten Platz bei "Fair bringt mehr" / Projektvorstellung ist gelungen

STADTHAGEN (jl). Überglücklich und unheimlich froh hat sich der Präventionsrat "wir+" Stadthagen über den zweiten Platz bei dem landesweiten Wettbewerb "Fair bringt mehr" gezeigt. In einem Pressegespräch stellten Thomas Pawlik und Liesel Sachteleben ihr prämiertes Projekt "Es geht - auch ohne Gewalt" in den Räumlichkeiten der Volksbank Hameln-Stadthagen vor. Der Wettbewerb werde vom Landesverband der Volks- und Raiffeisenbanken veranstaltet und gefördert, erklärte Juliane Djouimai, Prokuristin der Volksbank Hameln-Stadthagen. Für "wir+" habe es ein Preisgeld in Höhe von 2500 gegeben.

Die Auszeichnung in der Kategorie schulformübergreifender Projekte sei nicht nur eine "Würdigung des Projekts", sondern auch eine "Schätzung der Arbeit", sagte Pawlik. Der Präventionsrat habe sich sehr gefreut, dass seine Arbeit unterstützt werde und dass das Preisgeld ermögliche weitere Projekte zu fördern. Ein großes Dankeschön richteten Pawlik und Sachteleben an die Volks- und Raiffeisenbanken, die solch eine "tolle Aktion" fördern. Die beiden sind sich einig, dass es gerade in der heutigen Zeit mehr Berührungen zwischen Jugendlichen geben müsse. Es trage zum Klima der Stadt bei, "wenn Schulen über den Tellerrand schauen", so Pawlik, "und genau das machen Schulen, wenn sie am Projekt „Es geht - auch ohne Gewalt“ teilnehmen."

Das gewaltpräventive Projekt umfasst drei Aktionstage in Seminarform, die seit 2004 jährlich im Bückeberger JBF-Zentrum stattfinden. Das Konzept vereint 80 Schüler der Jahrgänge 4-6 aus ganz unterschiedlichen Schulformen – von der Förderschule bis zum Gymnasium. Die acht teilnehmenden Stadthäger Schulen entsenden jeweils fünf Schülerinnen und fünf Schüler. In den Workshops geht es beispielsweise um Konfliktschlichtung, Selbstverteidigung und Erlebnisabenteuer. Ziel sei es, die Jugendlichen für eine gewaltfreie Möglichkeit, Konflikte zu lösen, zu ermutigen, erklärte Pawlik.

Im Vordergrund stehe ebenfalls die Erfahrung, die eigenen Grenzen zu erleben und die von anderen zu respektieren. "Wichtig ist auch, dass sich die unterschiedlichen Schülergruppen mal mischen, um sich kennenzulernen und Vorurteile abzubauen", ergänzte Sachteleben. Die Arbeitsgruppe "Zusammenarbeit von Schulen und Jugendhilfe" sorgt dabei mit Ressourcenbündelung und Maßnahmen zur Förderung der vernetzten Arbeit für die Nachhaltigkeit des Projekts.

Auf der Siegerehrung am 2. Juni gab es dann noch ein kleines Highlight für den Präventionsrat "wir+". Den rund 400 Gästen spielte er einen im Rahmen der Workshops entstandenen Rap-Song gegen Gewalt vor. Und damit auch jeder das große Highlight, nämlich den erfolgreichen 2. Platz, immer vor Augen hat, bekommt jede beteiligte Schule eine Kopie des Schecks und der Urkunde zum Aufhängen.

Schaumburger Wochenblatt vom 16.06.2010 | Foto: jl


"Fair bringt mehr" - 2. Platz für den Präventionsrat

Der Präventionsrat hat mit seinen jährlich stattfindenden gewaltpräventiven Aktionstagen "Es geht - auch ohne Gewalt" bei dem landesweiten Wettbewerb der Volkbanken und Raiffeisenkassen "Fair bringt mehr" den 2. Platz erreicht. Dieser Preis ist mit 2500€ dotiert. Nähere Infos zur Preisverleihung folgen.


Präventionsrat organisierte wieder in Koop mit Sporthaus Kreft Speed-soccercup.
"Neben dem Fußball konnten die Schülerinnen und Schüler der 3 Stadthäger Grundschulen und der 5. und 6. Klassen der weiterführenden Schulen ein Rahmenprogramm genießen. Der Präventionsrat bot das Knüpfen von Freundschaftsbänder an und führte eine Abfrage durch: "Was finde ich gut an Stadthagen", "Was stört mich und was wünsche ich mir"!!


Präventionsprojekt:Wer kann wie helfen ?

Ein Präventionsprojekt der Stadt arbeitet an einer Übersicht, die alle Beratungshilfen für Kinder und Jugendliche in Nöten enthalten soll und an einem Netz von Beratern, die im Ernstfall verbindlich zur Stelle sind. Gestern haben Vertreter von Schulen und Jugendhilfe den ersten Schritt in diese Richtung getan.
STADTHAGEN. Stadtjugendkoordinator Ralf Cordes hatte alle Hauptamtlichen zu einer Veranstaltung in die VHS eingeladen, die in Stadthagen beruflich mit Kindern und Jugendlichen und somit zwangsläufig mit deren Sorgen und Nöten zu haben. Jeder aus der großen Runde von Schulleitern, Lehrern, Sozialarbeitern, Beratern in diversen Einrichtungen hat seine Tätigkeit und seine Problemfelder vorgestellt. An drei Beispielen wurde sehr deutlich, welche Richtung die weitere Arbeit nehmen soll.
So berichtete eine Frau, die seit geraumer Zeit Aufsicht im Jugendcontainer am Jahnstadion führt, dass immer wieder Jugendliche mit erheblichen Problemen in den Familien zu ihr kämen und ihre Hilfe erwarten. Die Frau vom Container hat sich ein eigenes Netz mit qualifizierten Ansprechpartnern geschaffen. „Wen ruf ich an?“ brachte ein Lehrer vom Ratsgymnasium das Problem einer Schule ohne Sozialarbeiter auf den Punkt. Oder nebenan in der Grundschule Am Sonnenbrink: Die hat zwar eine Sozialarbeiterin, die sich aber nicht um alle Problemfälle kümmern kann.
Wer in welchem Fall angerufen werden kann. Wer welche Hilfe leisten kann – das soll nach den Worten von Cordes sowie Thomas Pawlik vom Präventionsrat Wir + jetzt für jeden in Stadthagen greifbar werden, der mit Kindern und Jugendlichen arbeite.
Ein solches Netz gibt es laut Pawlik in der Kreisstadt an sich seit 1991 im Umfeld von Wir + und dessen Partnern. Wer aber in den vergangenen Jahren seinen Dienst in Stadthagen angetreten habe, kenne dieses Netz nicht, wie sich in der Veranstaltung gezeigt habe. Deswegen will Cordes im Auftrag der Stadt die Beratungsangebote für jeden transparent machen. Nicht nur das: Bei der Struktur, die jetzt quasi öffentlich gemacht werden soll, damit Lehrer, Erzieher und andere einen schnellen Zugriff auf entsprechende Angebote bekommen, müssen nach Cordes und Pawliks Meinungen „Schule und Jugendhilfe enger verzahnt werden“.
Den beiden schwebt als Endergebnis des Präventionsprojektes so etwas wie eine große Checkliste vor, auf der übersichtlich aufgeführt ist, wer zum Netz gehört, was sein spezielles Hilfsangebot ist und wie er erreicht werden kann. Dazu sei Verbindlichkeit nötig, und das Hilfeangebot müsse auf einer „breiten Schulter“ ruhen, unterstrich Pawlik.

SN 24.04.2010 | jl

Politiker beschließen, was Kinder planen
Spielplatz „An der Sandkuhle“: Fachausschuss würdigt Beteiligungsverfahren als gelungen?
«Stadthagen.» Elf Kinder aus der Siedlung im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren hatten im vergangenen Jahr in einem sogenannten Beteiligungsverfahren intensiv an der Planung mitgewirkt. Unter Moderation des Stadtjugendbeauftragten Ralf Cordes und des Präventionsrats-Experten Thomas Pawlik sowie im Beisein der Eltern äußerten die Kinder Bedürfnisse und Ideen. Pädagogisch angeleitet, arbeiteten sie sich gleichzeitig an den Begrenzungen einer realistischen Umsetzung ab. „Sehr phantasievoll“ seien die späteren Nutzer gewesen, berichtete Pawlik gestern im Ausschuss. So seien erst diese und nicht zuvor Erwachsene aus Bau- und Jugendamt oder Elternschaft auf die Idee gekommen, einen ohnehin für das Baugebiet nötigen Entwässerungsbach als Stelle für einen Wasserspielplatz (Matschen, Plantschen, Pumpen, Abkühlen) zu nutzen. Das wird nun ein Kernstück des Spielplatzes. „Die Kinder erleben so ihr unmittelbares Lebensumfeld als einen Ort lebendiger Demokratie, an dem ihr Handeln sichtbar wird“, zog Cordes zufrieden Bilanz. „Überaus gelungen“ ist das Experiment nach Einschätzung von CDU-Fraktionssprecher Gunter Feuerbach:?„Es ist sinnvoll, die Kompetenz an diejenigen abzugeben, die den Spielplatz später nutzen. Dieses Ergebnis zeigt, dass bei demselben Geldeinsatz etwas Wertvolleres herauskommen kann.“ Ausschussvorsitzende Merve Neumann-Tietzer (SPD) ergänzte: „Bei solchen Themen sind Kinder unsere Experten.“ Auch Maria Börger-Sukstorf, Fraktionschefin der Grünen, stimmte in den allgemeinen Freudentaumel ein. Darüber hinaus machte sie aber den Vorschlag, die von der Verwaltung erst für das Jahr 2012 geplante Ausstattung des bis dahin als Spielplatzgelände einzurichtenden Areals mit Spielgeräten um ein Jahr vorzuziehen. Denn:?„Die engagierten Kinder sollten das Ergebnis ihres Tuns so schnell wie möglich erleben können.“ Das fand allgemeine Zustimmung. Um die Ausstattung möglichst kostengünstig hinzubekommen, soll in Stadthagen und im Umfeld nach genutzten Geräten gefahndet werden, die nicht mehr gebraucht werden, weil Spielplätze mangels Nutzung aufgegeben worden sind. Cordes und Pawlik empfahlen, das Beteiligungsverfahren bei geeigneten Gelegenheiten zu wiederholen. Das allerdings benötige „konzeptionelle Strukturen“ und komme „ohne eigene finanzielle und personelle Ressourcen nicht aus“. Das freilich mochten die Jugendpolitiker nicht einfach durchwinken, sondern verwiesen das Thema zur grundlegenden Beratung in die Fraktionen. ssr

22.01.2010 / SN


Paula Ritter (vorne) erklärt dasNur die Seilbahn ist nicht möglich
Kinder von der „Sandkuhle“ legen ihr Spielplatzkonzept vor

Elf Kinder aus dem Wohngebiet „Sandkuhle“ haben sich wochenlang Gedanken um ihren künftigen Spielplatz gemacht. Dabei haben auch einige Erwachsene geholfen. Gestern ist das Ergebnis der Denkarbeit im Rathaus vorgestellt worden.

STADTHAGEN. Paula Richter (11) hat den großen Plan, der in mehreren Arbeitsstufen gewachsen ist, erläutert. „Wasser war von Anfang an für alle wichtig“, hat die junge Referentin vor Bürgermeister, Verwaltungsleuten, Eltern und Altersgenossen betont. Das Konzept will ein nahes Versickerungsbecken und einen Bachlauf ausnutzen, damit die Kinder so richtig matschen können. Das ist von den elf Planern ausdrücklich vermerkt. „Ich hätte gern eine Seilbahn gehabt“, fuhr Paula mit Blick auf den Tümpel fort. Geht nicht, aus verschiedenen Gründen. Es kommt stattdessen ein Balancierbalken. Weiter sehr wichtig: „Ein freier Platz, um eigene Sachen zu machen“, um beispielsweise herumzutoben. Auf dem Gelände haben Paula und Mitstreiter unter der Moderation von Thomas Pawlik vom Präventionsrat „Wir+“ und von Stadtjugendkoordinator Ralf Cordes weiter eine Spielburg mit Rutsche und Kletterturm, für ruhige Momente eine Sitzecke und einen Sandkasten vorgesehen. Ideen hat es natürlich noch mehr gegeben, wie die Moderatoren gestern andeuteten. Zu dem Beteiligungsverfahren hat aber auch im vorletzten Stadium die Einrichtung eines so genannten Entscheiderkreises gehört, der die Kinderwünsche auf Verwirklichungsmöglichkeiten überprüft hat. Dabei ist dann auch Paulas Seilbahn durchs Raster gefallen, weil der Platz für so ein Gerät einfach nicht ausreicht. Das Konzept der Kinder von der Sandkuhle geht jetzt ins städtische Bauamt. Dort gibt es nach den Worten von Eckert Hockner bereits einen Entwurf, der jetzt dem Konzept der Kinder angepasst werden solle. Für die eigentliche Umsetzung, den Bau, der im nächsten Frühjahr beginnen soll, haben die Eltern von Paula und Mitstreiter Bürgermeister Bernd Hellmann ausdrücklich Unterstützung zugesagt. Dieser hat versichert, die Ideen der Kinder ernst zu nehmen und für weitere Vorhaben ähnliche Beteiligungsverfahren anzustreben.

Schaumburger Nachrichten vom 21.11.09 | jl | Foto: pr.


Wo man noch etwas erreichen kann
GdP-Vorsitzender trifft sich mit Präventionsrat

Einen kurzen, aber intensiven Gedankenaustausch haben Vertreter des Stadthäger Präventionsrates „Wir +“ und Konrad Freiberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), gehabt. Tenor: Präventionsarbeit reduziert
unzweifelhaft typische Formen von Jugendkriminalität.

STADTHAGEN. In einer Bilanz der bisherigen Arbeit von „Wir +“ sowie der momentanen Aktivitäten machten Thomas Pawlik und Stadtjugendbeauftragter Ralf Cordes deutlich, dass „Wir +“ auf eine intensive Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe setzen. Als neues Standbein werde die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an kommunalen Planungen wie jüngst bei einem Spielplatz im Baugebiet Sandkuhle forciert. Als ein wesentliches Plus der Arbeit in Stadthagen bezeichnete Pawlik die „gute Vernetzung“ . An der Verfeinerung wird laut Cordes zurzeit in mehreren Projekten gearbeitet.
So hoffen Pawlik, Cordes und Mitstreiter auch, das aus ihrer Sicht derzeit einzige offenkundige Problem mit Jugendlichen in der Kreistadt in Griff zu bekommen: das Herumlungern von Gruppen an mehreren Punkten rund um die Schulen in der Altstadt. Gewaltpotenziale wie vor Jahren bei den so genannten Geburtstagsprügeln sehen die Männer von „Wir +“ nicht mehr. Allerdings hätte sich ihr Mitstreiter Jörg Beckmann gewünscht, dass seinerzeit mehr gegen „die Kultur des Wegsehens“ unternommen worden wäre.
Freiberg, der auf Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy (SPD) nach Stadthagen gekommen war, sieht in jüngster Zeit deutliche Anzeichen für die Wirksamkeit von Präventionsarbeit. So sei der Rückgang von Eigentumsdelikten von jugendlichen Tätern und im vergangenen Jahr auch von Jugendgewalt mit Sicherheit auf diese Arbeit zurück zu führen. Deshalb sei auch eine Mitarbeit der Polizei in Präventionsräten wichtig. Dies müsse nicht in dominanter Form sein, „aber die Polizei kann Informationen einbringen, die nur sie hat“, betonte der GdP-Vorsitzende. Es sei wichtig, mit Jugendlichen in der Freizeit zu arbeiten, ihnen Selbstbestätigung und Beschäftigung zu geben. „Das ist wichtiger als Strafverschärfung“, stellte Freiberg unter beifälligem Nicken seiner Stadthäger Gesprächspartner fest.

Schaumburger Nachrichten vom 24.09.09 | Foto und Text: jl


Viele bunte Aktionen zum Weltkindertag
Fröhliches Getümmel: Gute Resonanz beim Kindertag auf dem Stadthäger Marktplatz

Bei Sonnenschein und Markttreiben haben sich am Sonnabend viele fröhliche Kinder in der Schaumburger Kreisstadt vergnügt. Rund um den Brunnen auf dem Marktplatz lockten bunte Aktionen. Anlass war der Weltkindertag, eingeladen hatte die Arbeitsgruppe Weltkindertag des Stadthäger Präventionsrates „Wir +“.
STADTHAGEN. Mit flinken Fingern machte sich Nele an einem Tüchlein zu schaffen. „Das Weben macht am meisten Spaß“, befand die Zehnjährige, „es ist kreativ, und man kann nachempfinden, was Kinder in anderen Ländern machen.“ Angeboten wurde die Aktion vom Kinderhilfswerk Unicef mit dem Ziel, auf die weltweit 158 Millionen Kinderarbeiter hinzuweisen, die für die Weltwirtschaft ausgebeutet werden. Der zehnjährige Tom versuchte sich mit Hammer und Meißel an einem Sandstein. „Das kostet viel Kraft.“
Mit einem Teelöffel schüttete Lelia Salz in ein Schälchen. Dann zerrieb sie rote Kreide in dem Salz, bis es sich eingefärbt hatte. Vorsichtig füllte die Neunjährige das Pulver in ein kleines Glasfläschchen, das bereits Kochsalzschichten in allen Regenbogenfarben enthielt. Die kleinen Dekorationsflaschen durften die jungen Gäste anschließend mit nach Hause nehmen.
Das „Matsche-Malen“ hatte es Shaun Colin (6) angetan. Behutsam bepinselte der Sechsjährige eine Pappe mit braunen Lehm. „Ich mal’ ein Dach und eine Antenne, das wird unser Haus.“ Nebenan waren Kinder damit beschäftigt, sich einen „Millionär“ zu angeln. Mit Angelruten fischten sie Streichholzschachteln, auf denen Konterfeis von Prominenten abgebildet waren. Viel Geduld und ein ruhiges Händchen waren hier gefragt.
Fröhlich gruben einige Gäste ihre Finger in große Klumpen bunter, selbst gemachter Knetmasse, die aus Mehl, Salz, Wasser und Alaun bestand. Auch die Seifenblasenlauge war „hausgemacht“ und sorgte für glitzernde Blasen und leuchtende Kinderaugen. Zudem wurde ein „Entdeckerplan“ verteilt, auf dem viele interessante Stadthäger Orte eingetragen waren.
„Wir wollen Anregungen geben und zeigen, was man am Weltkindertag so alles mit Kindern unternehmen kann“, sagte Heike Klenke vom Kulturzentrum „Alte Polizei“.

Schaumburger Nachrichten | 21.09.09 | Foto: Hanke | han


Wasser und Klettern sind ein Muss

Die Spielplatzgestalter bei der Arbeit.Elf Kinder haben unter der Leitung des Jugendbeauftragten Ralf Cordes und des angehenden Moderatoren für Kinder- und Jugendlichenbeteiligung, Thomas Pawlik, den Spielplatz ihrer Träume entworfen.

Die kleinen Anwohner des Wohngebiets „An der Sandkuhle“ nahmen an einem Workshop teil, dessen in Pappe manifestierte Ergebnisse sie den verantwortlichen Politikern im Rathaus vorstellen werden.
„Das hier ist eine Kletterburg mit zwei verschiedenen Rutschen dran, und einer Seilbahn“, erklärte die elfjährige Paula Richter eines der beiden Modelle, die die Gruppe gestaltet hat. Drumherum fließt ein Bächlein, und Höhepunkt der Anlage ist eine Sommerrodelbahn. Die andere Gruppe hat aus einem Gartenschlauch unterirdische Gänge gebastelt, die vom Rutschenturm bis zum Swimming-Pool führen. „Ich hoffe schon, dass der Spielplatz irgendwann mal so aussehen wird“, wünscht sich Yannic Schlager, neun Jahre alt: „Oder wenigstens ein bisschen so.“
„Die Kinder wissen natürlich, dass vieles, was sie heute hier gestaltet haben, mehr mit Fantasie zu tun hat und sich nicht direkt so umsetzen lässt“, betonte Pawlik. Über den Ist-Stand zu meckern und von Idealen zu träumen, sei aber absolut erwünscht gewesen. „Ich finde es toll, dass der Spielplatz jetzt gebaut wird, und dass wir mitbestimmen dürfen, wie er aussehen soll“, sagte Leah Bruns, fünf Jahre alt. Es habe ihr viel Spaß gemacht, sich zusammen mit ihrer gleichaltrigen Freundin Wenke Dorn und den anderen Kindern Gedanken darüber zu machen. „Rutschen und Sand müssen auf jeden Fall sein, sonst sieht es ja nicht schön aus“, befand Leah unter Wenkes eifrigem Nicken. Auch an Ruhezonen haben die Kinder von sich aus gedacht. Außerdem sind Wasser und Möglichkeiten zum Klettern für sie
ein Muss.
„Kinder sind die Experten für Spielplätze“, verdeutlichte Pawlik. Es sei nur logisch, sie an der Planung zu beteiligen.
Die beiden Modelle stehen derzeit den Politikern im Rathaus zur Begutachtung zur Verfügung. Am 4. September stellen die Kinder sie den Verantwortlichen im Bauausschuss vor. Diese entscheiden dann, welche Ideen sich verwirklichen lassen.

Schaumburger Nachrichten, 24.08.09 lmh | Foto: Hahn



1. Beteiligungsprojekt mit Unterstützung des Präventionsrates

Der Ausschuss für Jugend Familie, Soziales und Sport der Stadt Stadthagen hat in seiner Sitzung vom 16.04. 2009 beschlossen, ein Beteiligungsverfahren für den zu planenden Kinderspielplatz „An der Sandkuhle“ durchzuführen.

Mit der Durchführung wurde für den Präventionsrat der angehende Moderator für Kinder- und Jugendbeteiligung Thomas Pawlik und für die Stadt der Jugendbeauftragen Ralf Cordes beauftragt.

1. Zukunftswerkstatt, 15. August 09, 10.00 - 17.30 Uhr, >alte polizei<
2. Planungszirkel, 4. September 09, 14.00 - 18.00 Uhr, >alte polizei<

Weitere Informationen dazu folgen.


Kinder gestalten Spielplatz
Unter aktiver Beteiligung von ortsansässigen Kindern soll für das Wohnquartier „An der Sandkuhle“ ein Spielplatz geplant werden – für Stadthagen ein Pilotprojekt.

Stadthagen. „Kinder sind für Spielplätze Experten, wir wollen von deren Ideenreichtum und Kreativität profitieren“, begründete Stadtjugendbeauftragter Ralf Cordes den für Stadthagen neuen Planungsansatz. Cordes soll diesen zusammen mit Thomas Pawlik vom Präventionsrat „Wir+“ moderieren. Kernstück des Pilotprojektes soll ein Workshop am 15. August sein, zu dem die Stadt alle rund 35 Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren eingeladen hat, die in der Siedlung wohnen. Mit Blick auf jüngere Kinder sind Tipps, Hinweise und Wünsche von deren Eltern willkommen.

Laut Cordes sollen die Kinder in dem siebenstündigen Workshop „spielerisch und phantasievoll ihr Expertenwissen in die Spielplatzplanung einbringen“. Dabei könnte es sehr handfest zugehen, denn nach den Vorstellungen von Pawlik sollen auch Modelle gebastelt werden. Pawlik macht derzeit beim Deutschen Kinderhilfswerk eine Ausbildung zum Moderator für Kinder und Jugendliche, in die er das „Sandkuhlen“-Projekt einbinden kann – und umgekehrt.

Zum Abschluss des Workshops wird es eine Präsentation der Ergebnisse im Beisein von Vertretern aus Verwaltung, Politik und Elternschaft geben. Ziemlich zeitnah sollen die Resultate in die Planungen des städtischen Bauamtes einfließen. Dazu wird es am 4. September einen „Planungszirkel“ unter Beteiligung von Cordes und Pawlik geben. „Dort wird die Ideenpalette mit den Bedingungen der Machbarkeit verknüpft“, sagte Bürgermeister Bernd Hellmann. Es sei Teil des Ansatzes, „dass Kinder lernen müssen, dass nicht jede Idee umsetzbar ist“. Gleichzeitig sei er sicher, „dass die Verwaltung sehr viele neue realistische Anregungen von den Kindern erhalten wird, mutmaßlich auch etliche grundsätzliche, die nicht nur für den Spielplatz Sandkuhle nutzbar sind“.

In Schleswig-Holstein sei eine derartige Beteiligung von Kindern bei der Spielplatzplanung in der Kommunalverfassung bereits fest verankert, berichtete Pawlik. In der niedersächsischen Gemeindeordnung sei das immerhin eine „Soll“-Bestimmung. Er halte dieses Verfahren „für ein gutes Einüben in Demokratie“. Zudem würden sich Kinder hinterher mit dem Spielplatz viel mehr identifizieren, die Gefahr von Vandalismus sinke. „Die Zeit ist in Stadthagen reif für ein solches Vorgehen“, fügte Merve Neumann-Tietzer, Vorsitzende des Ratsausschusses für Jugend, Soziales und Familie, hinzu. Jene Ratspolitiker, die sich seit Langem dafür eingesetzt hätten, seien nunmehr einen großen Schritt vorangekommen, freute sie sich.

ssr | Schaumburger Nachrichten 15.07.2009

 

Plenumsergebnisse

6. Stadthäger Stadtkonferenz    
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